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Labcolor, das COEXPHAL-Labor, stellte auf der Fruit Attraction einen umfassenden Untersuchungsbericht vor, der auf insgesamt 68.307 Muster basiert, die in der vergangenen Saison analysiert wurden. Davon entfielen 34.369 auf die Analyse von Pflanzenschutzmittelrückständen und Kontaminanten und der Rest auf mikrobiologische, phytopathologische und agronomische Analysen.


Aus der Studie geht hervor, dass der Unterplastikanbau in Almeria der neuen EU-Verpflichtung, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmitteln in der EU bis 2030 um 50 % zu reduzieren, dank Strategien wie der biologischen Schädlingsbekämpfung mit Pflanzenextrakten, Mikroorganismen und natürlichen Feinden sowie der Umstellung eines großen Teils der Anbauflächen auf ökologischen Landbau einige Schritte voraus ist.
Francisco Garrido, Direktor von Labcolor, stellte den Untersuchungsbericht vor, der sich auf die wichtigsten Kulturen in der Provinz Almeria konzentriert: Paprika, Tomaten, Gurken, Zucchini, Wassermelonen, Melonen und Auberginen. Ermittelt wurde der Prozentsatz der analysierten Muster, die Rückstände enthielten, der Prozentsatz der Proben, die die MRL (Rückstands-Höchstmengenverordnung) überschreiten, diejenigen die 50 % der MRL überschreiten sowie die 10 in den einzelnen Kulturen am häufigsten gefundenen Pflanzenschutzmittelrückstände.
Die Analyse der einzelnen Kulturen ergibt folgende Ergebnisse:
Paprika
Von insgesamt 6.715 untersuchten Muster enthielten 3.747 Proben keine Rückstände über dem Limit von 0,01 mg/kg. 2.968 Proben (44,20%) enthielten Pflanzenschutzrückstände. Nur 0,85 % der gefundenen Rückstände überschritten die MRL, und 1,61 % überschritten 50 % der MLR.
Gurken
Von insgesamt 4.480 untersuchten Proben enthielten 2.383 keine Rückstände über über dem Limit von 0,01 mg/kg. 2.097 Proben (46,81 %) enthielten Rückstände. Nur 0,94 % der gefundenen Rückstände überschritten die MRL und 2,59 % überschritten 50 % der MLR.
Tomaten
Von insgesamt 4.080 untersuchten Proben enthielten 2.353 keine Rückstände über dem Limit von 0,01 mg/kg, 1.727 Proben (42,33 %) enthielten Rückstände. Nur 0,71 % der gefundenen Rückstände überschritten die MRL und 1,37 % überschritten 50 % der MLR.
Zucchini
Von insgesamt 2.266 untersuchten Proben enthielten 1.356 keine Rückstände über dem Limit von 0,01 mg/kg, 910 Proben (40,16 %) enthielten Rückstände. Nur 0,49 % der gefundenen Rückstände überschritten die MRL und 1,77 % überschritten 50 % der MLR.
Auberginen
Von insgesamt 1.216 untersuchten Proben enthielten 754 keine Rückstände über dem Limit von 0,01 mg/kg, 462 Proben (37,99 %) enthielten Rückstände. Nur 0,74 % der gefundenen Rückstände überschritten die MRL und 2,3 % überschritten 50 % der MLR.
Wassermelonen
Von insgesamt 2.130 untersuchten Proben enthielten 1.206 keine Rückstände über dem Limit von 0,01 mg/kg, 924 Proben (43,38 %) enthielten Rückstände. Nur 0,80 % der gefundenen Rückstände überschritten die MRL und 2,3 % überschritten 50 % der MLR.
Zuckermelonen
Von insgesamt 925 untersuchten Proben enthielten 351 keine Rückstände über dem Limit von 0,01 mg/kg, 574 Proben (62,05 %) enthielten Rückstände. Nur 3,68 % der gefundenen Rückstände überschritten die MRL und 5,95 % überschritten 50 % der MLR.
Die Gesamtanalyse der Daten zeigt, dass von den insgesamt 21.812 analysierten Muster 12.150 keine Rückstände über dem Limit von 0,01 mg/kg enthielten und 9.662 Proben (44 %) Rückstände aufwiesen. Nur 0,91 % der gefundenen Rückstände überschritten die MRL. 2,07 % überschritten 50 % der MRL.
Am 30. März 2022 veröffentlichte die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) ihre jährliche Studie über Pflanzenschutzrückstände in Lebensmitteln in der EU im Jahr 2020 (The 2020 European Union report on pesticide residues in food) https://www.efsa.europa.eu/es/efsajournal/pub/7215.
Nach dieser Studie wurden bei 5,1 % der insgesamt 88.141 in der EU analysierten Proben die MRL überschritten, was fünfmal höher ist als der Wert, der in der von Labcolor durchgeführten Untersuchung ermittelt wurde, in der nur 0,91 % der Gemüseprodukte aus Almeria die MRL überschritten.
Wie der Direktor von Labcolor betonte, „ist der Gewächshausanbau in Almeria einmal mehr Vorreiter in Sachen Lebensmittelsicherheit und übernimmt die Führung angesichts der bevorstehenden Verpflichtung der Europäischen Kommission, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in der EU bis 2030 um 50 % zu reduzieren." Labcolor/d.s.
Foto: Labcolor