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Es ist ein verrücktes Jahr für die niedersächsischen Spargelanbauer. Im März wurden bei bestem Frühlingswetter die ersten Stangen gestochen, und die Spargelfans im Land mussten nicht länger auf heimische Ware warten. Die Anbauer hatten schon vor zwei Monaten Bedenken, wie sie bei dem schnellen Wachstum des Spargels eine sinnvolle Verteilung über die gesamte Saison erreichen.

Fred Eickhorst, Vorsitzender der Vereinigung der Spargelanbauer in Niedersachsen, freut sich nun mit Landwirten darüber, dass das Thermometer mal wieder über die 20 Grad-Marke geklettert ist. „Momentan rechnen wir mit steigenden Erträgen und einem richtigen Ernteschub", sagte er gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

Die Spargelbauern betreiben ein aufwändiges Erntemanagement, um die Kunden kontinuierlich und bei jedem Wetter mit Spargel bedienen zu können. Bis zu drei Lagen Folie werden über die Dämme gebreitet und diese so schneller erwärmt, um die weißen Stangen aus der Erde zu locken. Um das Wachstum zu verzögern, werden späte Sorten angebaut. Von der weißen Seite der Folie wird die Sonne reflektiert und der Damm erwärmt sich langsamer. Auch in warmen Jahren kann bis zum offiziellen Saisonende am 24. Juni Spargel gestochen werden. „Trotzdem kam es während der andauernden Kälte kurz nach Erntebeginn in diesem Frühjahr kurzfristig zu Engpässen, der Preis ist nochmal angestiegen", sagt Eickhorst. Das sei für die Anbauer einerseits erfreulich gewesen, die Witterungsbedingungen brachten andererseits aber viel Unruhe in die Saison, so dass die Landwirte davon keinen Vorteil haben. Spargelfans können aus vielen Festen rund um das Frühlingsgemüse auswählen, so zum Beispiel am 21. Mai das Spargelfest im Spargelmuseum in Nienburg. Quelle: LPD