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31 Prozent aller Nahrungsmittel in England werden momentan aus der EU bezogen. In 20 Monaten tritt England aus der EU aus. Bis dann muss klar sein, wie es nach dem Brexit weitergehen soll. Ein am Montag von Lebensmittelpolitik-Experten veröffentlichter Bericht warnt die britische Regierung davor, nach dem Brexit  in eine Lebensmittel-Krise zu steuern.

Die Regierung hat bis jetzt so gut wie keine Information darüber gegeben, wie es mit der Landwirtschaft und Fischerei nach dem Brexit weitergehen soll. Wenn die bevorstehenden Hindernisse nicht erkannt und angegangen werden, könnte England in eine Lebensmittel-Krise geraten, heisst es laut der Zeitschrift Farmers Weekly in dem am Montag veröffentlichten Bericht.

Die Experten beschuldigen die Regierung keine Vorstellungen von dem zu haben, was nach dem Brexit auf die Landwirtschaft zukommen werde. Sie sei unvorbereitet auf die komplexen Veränderungen innerhalb des Lebensmittelkreislaufs. Recherchen des British Retail Consortium zeigten, dass ohne Handelsabkommen mit der EU die Preise für Importware um bis zu 22 Prozent steigen könnten.

Der Bericht warnt weiter davor, dass selbst wenn England einen "soft Brexit" anstrebt, bei dem der Binnenmarkt und der Zollraum weiter bestehen bleiben würde, die Lebensmittelbranche, Landwirtschaft und Wirtschaft stark betroffen sein könnte. Quelle: lid.ch