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Copa und Cogeca versandten letzte Woche ein Schreiben an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, worin sie sich gegen die Initiative der EU aussprachen, gegenüber dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur als Gegenleistung für Zugewinne in anderen Wirtschaftsbereichen weitere Zugeständnisse im Bereich Landwirtschaft zu machen.

Copa-Präsident Joachim Rukwied sagte: „Die EU hat den Ländern des Mercosur in diesen Handelsgesprächen im Bereich Landwirtschaft bereits viel zugestanden, ohne dafür eine nennenswerte Gegenleistung zu erhalten. Dass die EU ihr Angebot zur Landwirtschaft in den Gesprächen aufstockt, ist nicht hinnehmbar. Handelskonzessionen bei Importen in die EU müssen für unsere sensibleren Sektoren wie Rindfleisch, Zucker, Geflügel, Ethanol, Reis und Orangensaft auf ein Minimum beschränkt werden."
„Wir importieren bereits beträchtliche Mengen landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus diesen Ländern, doch dies beruht nicht auf Gegenseitigkeit. Wir brauchen ausgewogene Handelsabkommen, die unsere Produktionsmethoden respektieren. Angesichts der Unwägbarkeiten in den Brexit-Verhandlungen und der Diskussionen über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik und den EU-Haushalt appellieren wir an die EU, in den Gesprächen keine Zugeständnisse bei der Landwirtschaft zu machen", betonte Cogeca-Präsident Thomas Magnusson. „Jegliche weiteren Versuche, die Landwirtschaft in den Handelsgesprächen zum Ausverkauf zu stellen, werden das Wachstum und Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten gefährden, was der EU-Strategie, mit der ländlichen Arbeitsplätzen in Europa eine neue Dynamik verliehen werden soll, zuwiderläuft." Quelle: copa-cogeca