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Ein Projekt in dieser Dimension ist für Deutschland einmalig. An der 2013 gestarteten NAKO Gesundheitsstudie beteiligten sich bis April 2018 bereits 160.000 Frauen und Männer. In der jetzt beginnenden nächsten Phase soll die Teilnehmerzahl auf 200.000 Bürgerinnen und Bürger in den nächsten fünf Jahren anwachsen. Nur die statistisch zufällig ausgewählten und angeschriebenen Personen können sich beteiligen.

Über einen langen Zeitraum von 20-30 Jahren werden die Teilnehmer medizinisch begleitet und zu ihren Lebensgewohnheiten und -umständen befragt - ob sie beispielsweise Sport treiben oder in welchem Berufsumfeld sie tätig sind. Durch die langfristige wissenschaftliche Untersuchung der gesundheitlichen Entwicklung zahlreicher Menschen können vollkommen neue Erkenntnisse gewonnen werden. Mithilfe der wertvollen Daten der NAKO Gesundheitsstudie können Risikofaktoren für häufige Krankheiten besser identifiziert und Frühstadien von Krankheiten genauer untersucht werden. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, dass Menschen künftig weniger häufig erkranken. Der Blick der Wissenschaft richtet sich dabei besonders auf die großen Volkskrankheiten wie z.B. Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagte: "Das Engagement der vielen Menschen ist eine Investition in die Gesundheit zukünftiger Generationen und Ausdruck des Zusammenhalts unserer Gesellschaft. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse helfen, gesünder und besser leben zu können."
Frauen und Männer im Alter von 20 bis 69 Jahren werden für die Gesundheitsstudie per Zufallsstichprobe ausgewählt und angeschrieben. Eine freiwillige Teilnahme würde die Ergebnisse verfälschen und ist somit nicht möglich. Für aussagekräftige Erkenntnisse ist eine regelmäßige Untersuchung der Teilnehmer wichtig. Auf Wunsch können Teilnehmende nach Abschluss der Untersuchung Ergebnisse erhalten.
Die NAKO Gesundheitsstudie könnte beispielsweise wichtige Erkenntnisse zu Demenz-Erkrankungen liefern: Warum erkranken manche Menschen und andere nicht? Wie bedeutsam ist eine familiäre Vorbelastung? Welche Rolle spielen Lebensstilfaktoren - etwa der Alkoholkonsum - oder chronische Krankheiten? Die Antworten auf solche Fragen helfen den Forschenden im Kampf gegen diese bislang unheilbare Erkrankung.
Finanziert wird die NAKO Gesundheitsstudie insgesamt über zehn Jahre durch das Bundesforschungsministerium, die 13 beteiligten Bundesländer und die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit insgesamt 256 Millionen Euro.
Weitere Informationen zur NAKO Gesundheitsstudie:
www.nako.de
https://www.bmbf.de/de/gesundheitsforschung-136.html