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Anders als Äpfel gibt es Kirschen aus Schweizer Anbau nur während rund acht bis zehn Wochen im Jahr zu kaufen.

Kirschenliebhaber können sich freuen: Obstbauern rechnen heuer mit vielen Kirschen. Rund 3'000 Tonnen werden erwartet. Das sind doppelt so viele wie im letzten Jahr, das stark vom Frost geprägt war. Gemäss Schweizer Obstverband könnte es heuer gar die drittgrösste Ernte seit 2000 werden. Erste Kirschen gibt es bereits zu kaufen, die Haupternte findet zwischen dem 25. Juni und 21. Juli statt.

Der Anbau der empfindlichen Kirschen wurde in den letzten Jahren modernisiert. Heute stammen Tafelkirschen grösstenteils aus Obstanlagen, wo sie vor Regen und Hagel geschützt gedeihen können. Die mit Abstand grösste Anbaufläche liegt im Baselbiet, dahinter folgen die Kantone Aargau, Thurgau und Bern.

Grösse wichtiger als Sorte
Kirschen werden im Gegensatz zu Äpfeln nicht nach Sortennamen verkauft. Denn zwischen den einzelnen Kirschensorten bestehen nicht derart grosse Unterschiede wie bei den Äpfeln – geschmacklich wie äusserlich. So liegen in den Verkaufsregalen anfangs Saison Frühsorten wie Burlat, Ende Saison hingegen Spätsorten wie Sweetheart. Für die Konsumenten hingegen sind es stets einfach Kirschen – rot und süss. Die Unterschiede liegen primär in der Grösse. Unterschieden werden drei Handelsklassen: Kirschen mit einem Durchmesser ab 22mm, 24mm und 28mm. Der Trend geht klar in Richtung grossfruchtiger Tafel-Kirschen.

Gesund und wenig Kalorien
Die aromatischen Früchte, deren Farbspektrum je nach Sorte von gelb-orange über rot bis hin zu schwarz reicht, sind äusserst gesund. Sie enthalten neben sekundären Pflanzenstoffen viele wichtige Vitamine wie Vitamin C und Folsäure, die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie Kieselsäure und Pektin. Kirschen wirken dank ihrem Kaliumgehalt entwässernd und entschlackend. Und mit nur 60 Kilokalorien pro 100 Gramm sind Kirschen ideal für Linienbewusste.
Die Heimat der Kirsche liegt im Kaukasus und in Kleinasien. Der römische Feldherr Lucullus brachte die Kirschen um die Jahrtausendwende nach Rom, von wo sie – ebenfalls durch die Römer – in unsere Breitengrade gelangten.
Foto: Dominik Binder/landwirtschaft.ch
Quelle: Lid.ch