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Die valencianische Agrarorganisation AVA-ASAJA hat alle Citrus- und Kakiproduzenten aufgerufen, ruhig und umsichtig zu sein und bei dem Verkauf ihrer Ernten an die kommerziellen Vermarkter Vorsicht walten zu lassen.

Nach ihren Angaben hätten sie bereits festgestellt, dass einige versuchten, eine nervöse Atmosphäre in den Reihen der Erzeuger zu schaffen mit dem Ziel, die Früchte zu Preisen zu kaufen, die nicht den positiven Bedingungen des Marktes entsprechen würden.
Bei Citrus bestätigen die Prognosen von AVA-ASAJA eine bedeutend kleinere Ernte für die Saison 2019-20, die bei ca. -30% liegt; bei einigen Sorten sogar noch höher. Im Gegensatz zu früheren Kampagnen gab es im Ursprung bis jetzt keine nennenswerten Wetterprobleme. Lediglich die Reife der Früchte kommt etwas verzögert, was aber positiv zu bewerten ist, denn es vermeidet eine grössere Überschneidung mit den Herkünften aus der südlichen Hemisphäre.
Nach ersten Bewegungen im Sommer mit dem Ziel, sich eine Mindestmenge zu sichern, haben die Käufer ihren Einkaufsrhythmus verlangsamt und sich darauf geeinigt, für frühe Mandarinensorten und Navelinas Preise in derselben Höhe oder etwas darüber anzubieten wie in der letzten Saison. Aus den letzten Bulletins der valencianischen Citrusbörse gehen Preise hervor, die nach Ansicht von AVA-ASAJA die Verluste durch die Fehlmengen in keiner Weise kompensierten.
Bei Kakis erwartet die Agrarorganisation eine Angebotserholung. Das bedeutet, dass nach den in der letzten Kampagnen durch Hagel verursachten grossen Fehlmengen, die Produktion wieder auf das normale Niveau von ca. 400.000 t zurückkommen wird. Diese Mengen, so AVA-ASAJA, könnten problemlos von den Märkten aufgenommen werden, denn die Nachfrage würde steigen.
Angesichts dieser Situation rät der Präsident der Agrarorganisation, Cristóbal Aguado, den Produzenten, ihre Ernten nicht zu jedem oder ohne Preis zu verkaufen und führte aus: „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Landwirte in der Verantwortung stehen, denn sie sind es, die verkaufen und zu missbräuchlichen Preisen Nein sagen können. Jeder einzelne muss, bevor er einen Vertrag unterschreibt, seine Produktionskosten mit berücksichtigen."
AVA-ASAJA erklärte weiter, dass sie die kommerzielle Entwicklung bei Citrus und Kakis verfolgen und alle Erzeugerinformationen über Nichteinhaltung der Verträge oder missbräuchliche Praktiken von Seiten des Handels an die Agentur für Lebensmittel-Information und –Kontrolle (AICA) des spanischen Landwirtschaftsministeriums weitergeben würde. AVA-ASAJA/c.s.

Citruspreise Valencia Woche 36/2019