agronoticias.es

Die Lage im Südosten der spanischen Halbinsel beibt weiterhin schwierig, besonders im Süden der Provinz Valencia und Alicante. Grund dafür ist La Dana (Depresión Aislada en Niveles Altos – Kaltlufttropfen) mit sintflutartigen Regenfällen, die in vielen Gebieten über 200 l/m2 erreichten.

Die Wassermengen haben Flüsse zum Überlaufen gebracht, Strassen und niedrig gelegene Gebiete überflutet, Infrastrukturen zerstört, Strassen wurden gesperrt und einige Zugverbindungen eingestellt.

Was die Auswirkungen auf die Landwirtschaft angeht, ist es noch zu früh Bewertungen abzugeben, denn das Unwetter ist noch nicht vorbei. Im allgemeinen wird der Regen als positiv eingestuft, obwohl bereits Schadensmeldungen vorliegen, besonders was die Infrastruktur betrifft. Nach Angaben der Agrarorganisation La Unió könnten die grossen Regenmengen Schäden im Weinanbau verursacht haben. Besorgt ist man auch über die Situation bei Tafeltrauben im Valle del Vinalopó, wo man derzeit in voller Ernte steht. Bei Kakis könnte es zu Sturmschäden kommen, dass die Früchte von Ästen getroffen werden oder ganze Äste abbrechen. Die Citrusfrüchte sind zurzeit noch grün, so dass die Niederschläge im Prinzip positiv sind und dabei helfen, dass die Früchte an Kaliber zunehmen.

Nach Information des spanischen Wetterdienstes Aemet bleibt die Warnung durch anhaltende Regenschauern und starke Gewitter im Mittelmeerraum bestehen und werden voraussichtlich bis morgen, Freitag, aufrecht erhalten.
Die schlimmste Situation gibt es heute in den südöstlich gelegenen Gebieten, besonders Alicante, Murcia, und Almería. Vorhergesagt werden heftige Gewitter und starke Niederschläge, die lokal sintflutigartigen Charakter haben können (über 60 mm in einer Stunde). Eine weitere Besorgnis ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Regenfälle langanhaltend sind und in diesen Gebieten insgesamt über 200 l/qm erreichen könnten.
Foto: La Unió