In der KW 15 kam es zu einer Telefonkonfrenz des Steinobst-Komitees von FEPEX. In Andalusien fällt die Produktion von Pfirsichen und Nektarinen nach Angaben von ASOCIAFRUIT bedeutend kleiner aus (-15% bis -20%). Sie geht von 49 Mio kg in 2019 in 2020 auf geschätzte 40 Mio kg zurück.

Die um zwei Wochen verfrühte Ernte hat in den frühesten Anbaugebieten bereits begonnen. Luis Marín, Geschäftsführer des Verbandes, betonte, dass durch die Coronakrise die Unsicherheit in der Branche sehr gross sei, zum einen wegen die fehlenden Arbeitskräfte und zum anderen wegen der Ungewissheit, wie sich die Märkte entwickeln werden. Die grössten andalusischen Steinobstmengen kommen in der zweiten Maihälfte. In Huelva könnten dann die Hälfte der Erntehelfer fehlen und in Sevilla 35%.
Auch in Murcia sah es so aus, als ob die Ernte früher als normal beginnen würde, aber nach Angaben von Joaquín Gómez, Präsident von APOEXPA, hat sich die Situation aufgrund der Wetterbedingungen der letzten Tage wieder normalisiert. Die ersten grösseren Mengen sollen ab dem 25. April auf die Märkte kommen. Murcia erwartet eine Produktion bei Paraguayos von 80.000 bis 90.000 t; Nektarinen 70.000 bis 80.000 t; rote Pfirsiche rund 30.000 t und Aprikosen, bei denen die Anbaufläche weiter zurückgegangen ist, ca. 30.000 t.
Die Extremadura erwartet nach Daten von AFRUEX eine normale Kampagne. Sie ist gezeichnet durch die Rodung auf einer Fläche von 2.000 ha, überwiegend Pflaumen.
Für die späteren Produktionsgebiete wie Aragón, Rioja und Katalonien ist es noch zu früh, eine Schätzung abzugeben, da mit der Vermarktung von Pfirsichen und Nektarinen nach Angaben von AEAMDE im Juni begonnen wird. In Bezug auf Kirschen schätzt Afrucat, dass die Kampagne um den 20. in Rivera del Ebro, Tarragona und frühesten Gebieten von Lleida starten wird.
Nach Daten der spanischen Generalzolldirektion exportierte Spanien in der Saison 2019 ein Volumen von 1,04 Mio t Steinobst (Pfirsiche, Nektrinen, Pflaumen, Kirschen) (+9,4%) im Wert von 1,086 Mrd Euro (-1,5%). Fepex/c.s.