agronoticias.es

Der Konsum von frischem Obst und Gemüse in den spanischen Haushalten erreichte in 2019 das Volumen von 7.741 Mio kg, 0,7% mehr als in 2018 und zeigt eine Stabilisierung im Vergleich zu den beiden Vorjahren,

so die Datenanalyse aus dem Bericht über den Lebensmittelkonsum in Spanien, der jetzt vom Ministerium veröffentlich wurde. In 2020 hat der Verbrauch seit Februar zugenommen. Durch die Corona-Pandemie stieg er im März um 13% und auch im April und Mai ist ein Wachstum zu verzeichnen.

In 2019 erreichte der Konsum von frischem Gemüse 2.626 Mio kg, 1% mehr als in 2018. Dafür wurden 4,934 Mrd Euro (+5%) ausgegeben. Tomaten waren mit 613 Mio kg (+1%) und einem Wert von 1,037 Mrd Euro (+7%) das wichtigste Produkt. Es folgten Zwiebeln mit 327 Mio Kg (0,5%) und 414 Mio Euro (+16%) und Paprika mit 222 Mio kg (-1%) und 431 Mio Euro (+4%). An Kartoffeln konsumierten die Spanier mit 922 Mio kg 1% weniger als in 2018, gaben dafür aber 826 Mio Euro (+14%) aus.

Auf den Obstkonsum der spanischen Haushalte in 2019 entfielen 4.193 Mio kg (+1%) im Wert von 6,472 Mrd Euro (+1%). Während der Absatz von Bananen, Äpfeln, Mandarinen, Erdbeeren, Zucker- und Wassermelonen zugenommen hat, ging er bei Orangen zurück sowie bei Birnen (750 Mio kg -4%); Steinobst (216 Mio kg -5,5%) davon 138 Mio kg Pfirsiche (-3%) und 40 Mio kg Aprikosen (-3%).

Gegenüber der Stabilisierung in 2019 hat sich der spanische O+G-Konsum in 2020 nach Angaben des Konsumpanels des Landwirtschaftsministeriums verbessert. Im ersten Quartal erreichte er 1.960 Mio kg (+6,6%) und die Ausgaben betrugen 3,257 Mrd Euro (+12%). Auffallend ist die Steigerung im März, dem ersten Monat der Coronakrise, mit einem Wachstum von 13% auf 731,2 Mio kg. Davon entfielen 257,5 Mio kg auf Gemüse (+13%); 104,6 Mio kg auf Kartoffeln (+36%) und 369 Mio kg auf Obst (+8%).

Für den Branchenverband FEPEX sind die Daten aus 2020 hoffnungsvoll, da sie seit Februar ein Wachstum verzeichnen (+7%), das sich durch die Monate der Ausgangssperre weiter zugespitzt hat. Obwohl bisher nur offizielle Zahlen bis zum März vorliegen, zeigen die wöchentlich vom Landwirtschaftsministerium veröffentlichten Informationen während der Corona-Pandemie ein bedeutendes Wachstum für die ganze Branche. Im April waren es 44% bei Gemüse und Kartoffeln und 35,6% bei Obst. Im Mai kam es in einigen Wochen zu einem Anstieg von 30%. FEPEX