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Nach Informationen der Agrarorganisation Asaja Córdoba ist die Knoblauchsaison 2016 hervorragend gelaufen, u.a. auch durch die für die Spanier positiven Auswirkungen der negativen Konjunktur in China.

Die Ernte erreichte 220.000 t (+19%), die auf einer Fläche von 21.000 ha produziert wurde. Hinsichtlich der diesjährigen Kampagne geht die Branche von einer auf 23.000 ha erweiterten Anbaufläche aus.
Spanien exportierte in 2016 insgesamt 162.623 t Knoblauch (+8%). Der Durchschnittspreis stieg im Vergleich zu 2015 um 0,70 €/kg (von 1,70 auf 2,30 €/kg) und der gesamte Exportumsatz erreichte über 375 Mio Euro. Der Zuwachs ging in erster Linie auf die höheren Ausfuhren in Drittländer zurück wie Südafrika, USA, Kanada, Brasilien, Japan und Australien. Hervorzuheben ist Taiwan, deren Importe von spanischem Knoblauch von 930 t in 2015 auf 14.789 t in 2016 gestiegen sind.
Die EU-Mitgliedsländer nahmen in 2016 98.631 t ab (-2%). Der Umsatz stieg mit 238 Mio Euro um 28% (Durchschnittspreis 1,70 €/kg in 2015 auf 2,40 €/kg in 2016). Traditionelle EU-Märkte wie Italien, Portugal, Rumänien und Bulgarien importierten weniger als in 2015, was teilweise durch das Umsatzwachstum in Grossbritannien, Niederlande, Deutschland, Griechenland etc. kompensiert werden konnte.
Auf der anderen Seite importierte die EU in 2016 etwa 1.500 t Knoblauch mehr als in 2015. Der Umsatz belief sich auf 110 Mio Euro (+31%). Während die Einfuhren aus Ägypten, Peru und Chile zugenommen haben, gingen sie aus Argentinien und China zurück.
Am 12. Mai findet in Montalbán (Córdoba) die „asamblea general de la Mesa Nacional del Ajo" statt in deren Verlauf auch die Schätzungen für die Knoblauchsaison 2017 bekannt gegeben werden.