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Nach der zweiten Schätzung, die Ende Juni von dem Nationalen Arbeitskreis für Trockenfrüchte (Mesa Nacional de Frutos Secos), zu der Asaja, Coag, Upa, Cooperativas Agroalimentarias und Aeofruse gehören, erwartet Spanien in der Saison 2017/18 56.513 t Mandelkerne.

Das sind 23% mehr als in 2016/17 und 27,68% mehr als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Obwohl es in diesem Jahr eine Rekordernte gibt, liegt sie doch, wenn man sie mit früheren Ergebnissen vergleicht, nicht wesentlich höher als die in 2006 erreichten 54.465 t. Das bedeutet, dass sich das starke Mengenwachstum aufgrund des Mandelanbaubooms noch nicht in vollem Ausmass bemerkbar gemacht hat. Tatsache ist aber, dass die diesjährige Ernte aufgrund von Frösten und Trockenheit in einigen Gebieten wesentlich kleiner ausfallen würde, wenn nicht schon neue Mandelplantagen in Produktion getreten wären. Die spanische Anbaufläche in der Saison 2017/18 liegt bei 468.598 ha. Hinsichtlich der Sorten erwartet man 4.705 t Mandelkerne Largueta; 4.175 t Marcona und 38.910 t Comuna.

Situation nach Regionen
Nach Angaben des Arbeitskreis sieht es in den einzelnen Produktionsgebieten wie folgt aus: In Andalusien, grösstes spanisches Mandelanbaugebiet, beträgt die Anbaufläche 145.693 ha wovon eine Ernte von 16.525 t Mandelkerne erwartet wird. Die wichtigsen Provinzen sind Granada (5.532 t) und Almería (4.893 t). Durch die starken Fröste mussten die anfangs guten Aussichten für Granada nach unten korrigiert werden. Almería bringt auch nicht die volle Produktionskapazität, denn es werden keine signifikativen Verbesserungen bei den spätblühenden Sorten festgestellt, die in einigen Zonen durch Fröste, Wind, Trockenheit und Erschöpfung der Bäume betroffen waren. Málaga meldet mit 2.280 t eine gute Ernte. Hervorzuheben ist der Fruchtansatz der Marcona. In Sevilla liegt die geschätzte Produktion bei 2.342 t. Hier kam es zu keinen Wetterproblemen und die Ernten der neuen Plantagen machen sich bemerkbar. Ähnlich sieht es in Córdoba mit 711 t aus, Huelva 128 t und Cádiz 196 t, obwohl die Mengen in diesen Provinzen wesentlich kleiner sind.

 

Zweitgrösstes Anbaugebiet hinsichtlich Anbaufläche und Volumen ist Aragón mit 67.416 ha und 15.742 t. Durch Fröste und fehlende Niederschläge im Frühjahr ist der Mengenunterschied mit +2,26 % im Vergleich zur Vorsaison nicht sehr gross. Die Ernten der neuen, bewässerten Plantagen mit Spätsorten haben den Ausfall durch Frost und Trockenheit kompensiert.

 

Das Land Valencia (59.000 ha) erwartet im allgemeinen eine gute Ernte, die auf 6.275 t Mandelkerne geschätzt wird. Durch die diesjährigen Niederschläge konnten sich die durch die letzten Dürreperioden stark gestressten Bäume wieder erholen. Hier ist auch festzustellen, dass die Kulturen aufgrund der höheren Rentabilität wieder besser gepflegt werden.

 

Murcia (65.000 ha) erwartet mit 6.040 t etwas mehr als im letzten Jahr. Kaliber und Qualität der Mandeln sind gut. Die Ernteschätzung für dieses Jahr war etwas schwierig, weil die Auswirkungen diverser Faktoren wie Trockenheit, Spätfröste oder Fruchtabfall, noch nicht richtig bewertet werden können.

 

Katalonien erwartet mit 4.579 t eine bessere Ernte. Das Wetter war günstig, besonders der Regen im März. Auch die Anbaufläche wurde etwas ausgeweitet und beträgt 36.610 ha.

 

In Castilla-La Mancha (62.410 ha) kam es zu bedeutenden Frösten. Besonders erwähnt in dem Bericht wurde der 24. März. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind La Sierra del Segura und Manchuela. Die geschätzte Ernte liegt mit 5.017 t (6,13%) nur leicht über der im letzten Jahr.

Quelle: Mesa Nacional de Frutos Secos