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Nach Informationen des katalanischen Unternehmerverbandes AFRUCAT liegt der Durchschnittsverlust der Steinobstproduzenten in dieser Saison bei 0,15 €/kg. Das ergibt für Katalonien bei der Vermarktung von Pfirsichen und Nektarinen einen Verlust von 60 Mio Euro.

Manel Simon, Generaldirektor von Afrucat, erklärte dazu: „jetzt werden so nach und nach die Abrechnungen bekannt, die die Produzenten erhalten haben. Diese liegen zwischen 0,15 und 0,25 €/kg. Wenn man berücksichtigt, dass die Kosten im Anbau um ca. 3 cent gestiegen sind, lagen ihre Produktionskosten bei ungefähr 37 cent/kg. Diese Berechnung wurde für die Betriebe erstellt, die im Durchschnitt über 8 ha verfügen. Bei denjenigen, die weniger als 5 ha haben, könnten sie sogar auf 50 oder 60 cent/kg steigen, was die Situation erheblich verschlimmern würde."

Der Verband hat auf Grundlage einer Studie mit Daten der letzten Kampagne einen Vorschlag vorgelegt, der allen öffentlichen Diskussionsforen unterbreitet wird, die derzeit organisiert werden. Darin beantragt der Verband einen Rodungsplan zur Verringerung der spanischen Steinobstanbaufläche um 15%. Derzeit liegt die spanische Anbaufläche für Pfirsiche und Nektarinen bei 80.000 ha.; 23.000 ha davon in Katalonien.

Die Rodungen sollen nach diesem Plan durch Subventionen gefördert werden, die nach Berechnungen von Afrucat bei ca. 4.500 €/ha liegen würden, wobei die Erzeuger sich ihrerseits verpflichten müssten, in Zukunft keine Steinobstsorten mehr anzupflanzen.

Der Generaldirektor von Afrucat erklärte weiter, dass dieser Plan für ganz Spanien die Regierung ca. 55 Mio Euro kosten würde, eine Summe, die geringer wäre als die Verluste, die allein Katalonien in einer einzigen Kampagne erlitten hätte. Quelle: Afrucat