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Nach Schätzungen von FEPEX wird der spanische Obst- und Gemüse-Export in 2017 ca. 13 Mrd Euro erreichen. Das ist im Vergleich zu 2016 ein Wachstum von 3%. Mengenmässig verliert der Absatz an Schwung und stabilisiert sich mit rund 12,6 Mio t auf dem Niveau von 2016.

Die geografische Verteilung der Ausfuhren bleibt unverändert. 94% entfallen auf die EU; 2% auf andere europäische Länder und 6% auf Überseemärkte. Die Mengen- und Preisentwicklung der einzelnen Produkte ist sehr untschiedlich, mit starken Schwankungen durch ungünstige Wetterbedingungen sowie wechselnden Nachfragen der einzelnen Märkte. Das beweist, dass die Diversifzierung eine der grossen Stärken der Branche ist, um das Wachstum aufrechtzuerhalten.

Die spanischen Obst- und Gemüse-Importe sind bis Oktober 2017 gegenüber dem gleichen Zeitaum in 2016 mengenmässig um 5,5% und wertmässig um 8,6% gestiegen und erreichten 2,5 Mio t und 2,098 Mrd Euro. Vorauszusehen ist, dass das Jahr 2017 sowohl bei Mengen als auch Wert mit einem starken Wachstum abgeschlossen wird. Für FFEPEX bedeutet dieses Wachstum der letzten Jahre, besonders seit 2013, einen Tendenzwechsel und macht Spanien zu einem immer mehr importierenden Land. Das ist einerseits die Konsequenz der stärkeren Konkurrenz der Drittländer, deren Anbaukalender und Produkte mit den spanischen zusammenfallen und andererseits die zunehmende Diversifizierung der Inlandsnachfrage und Desaisonalisierung.

Der starke Anstieg der Einfuhren steht nicht im Einklang mit dem spanischen O+G-Konsum, der in den Haushalten weiter sinkt. Bis Oktober 2017 lag er bei 6.555 Mio kg, 3,4% weniger als zu dem selben Zeitraum in 2016. Die Ausgaben betrugen 9,591 Mrd Euro (-0,6%).

Für 2018 hat sich Fepex das vorrangige Ziel gesetzt, zum Wachstum des Sektors beizutragen und die Konsolidierungs- und Diversifizierungsmassnahmen zur Absatzsteigerung zu stärken, sowohl im In- als auch Ausland. In diesem Sinne ist die Fruit Attraction, die vom 23. bis 25. Oktober 2018 zum zehnten Mal in Madrid stattfindet, ein Event von strategischem Interesse, da die Messe zu einem wichtigen Förderinstrument geworden ist und ausserdem zur Erschliessung neuer Märkte beiträgt. Der diesjährige Aktionsplan von Fepex sieht auch Massnahmen in anderen Bereichen vor: in der Produktion, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern; im Krisenmanagement, um dem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage und den niedrigen Preisen effizienter entgegentreten zu können, sowie bei der Erschliessung neuer Märkte, um die Widerstandsfähigkeit der Exportbranche zu stärken. Quelle: FEPEX