Die lange Trockenperiode und Kälte im März und Anfang April haben zu einer erheblichen Verzögerung der spanischen Spargelernte in dem Anbaugebiet Antequera/Málaga geführt.

Dann kam der lang erwartete Regen und die Kulturen produzierten in den letzten Tagen nach Angaben der Agrarvereinigung Coag/Málaga 40%-50% mehr als normal.

Derzeitig gibt es eine Superproduktion in Spanien, Frankreich, Deutschland, Griechenland und Italien. Hinzukommt, dass die europäischen Länder, die normalerweise später als Spanien liefern, in den letzten 15 Tagen Temperaturen von über 20º Celsius verzeichneten. Dies hat zu einem früheren Beginn ihrer Spargelkampagnen geführt, die sich jetzt mit Herkünften aus Südspanien, Italien und Griechenland überschneiden und auf den europäischen Märkten einen Zusammenbruch verursacht haben. All dies, so COAG, zusammen mit einer fehlenden Kontrolle über den Anbau und dem Eintritt von Aussenstehenden des Sektors, öffnet die Türen für mögliche Spekulationen.

COAG weiter: „Um diese spekulativen Bewegungen in unserer Autonomie (Land) in Zukunft zu vermeiden, fordern wir neben dem Beginn der regulierenden Instrumente im „Ley de Cadena Alimentaria" (Gesetz der Lebensmittelkette) weiter, dass in dem neuen Landwirtschaftsgesetz, das heute im Andalusischen Parlament behandelt wird, agile und praktische Mechanismen zur Regulierung von Agrarprodukten wie Spargel enthalten sind. Spargel ist ein wirtschaftlich wichtiges Produkt für das Gebiet von Antequera. Die Anbaufläche liegt bei ca. 400 ha und der Durchschnittsumsatz erreicht 3,7 Mio Euro/Kampagne; Ausserdem schafft er Arbeitsplätze: für 1 ha benötigen wir 125 Erntearbeiter für Pflege und Ernte und weitere 50 Personen pro ha und Kampagne im Packhaus." c.s.