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Der spanische Branchenverband AILIMPO hat mehrere Massnahmen getroffen und Kontakt mit den Dienststellen der Kommission gehalten, um die Kontrollen von türkischen Zitronen in der kommenden Saison 2018/19 aufrecht zu erhalten.

In den letzten Monaten haben die bulgarischen Gesundheitsbehörden drei Chargen Zitronen aus der Türkei gestoppt, die für den europäischen Markt bestimmt waren, nachdem sie zu hohe Rückstände von Imazalil entdeckt hatten, ein Produkt, das bei der Nacherntebehandlung eingesetzt wird, um das Schimmeln der Früchte zu verhindern. Insgesamt gab es in der letzten Saison sechs Gesundheitswarnungen für türkische Zitronen.

Obwohl Imazalil ein in der EU erlaubter Wirkstoff ist, wurde festgestellt, dass die türkischen Zitronen die MLR (Rückstandshöchstmenge) um mehr als 100% überschritten hatten. Der gesetzliche Grenzwert liegt bei 5 mg/Kg. Gefunden wurden in den Früchten bis zu 10,764 mg/kg.

Mit diesen drei neuen Gesundheitswarnungen für türkische Zitronen und zusammenfallend mit dem Ende der Kampagne verzeichnet dieses Land bereits sechs Vorfälle in der Saison 2017/18. Jede gestoppte Partie verhinderteden Eintitt von 20 t.

Die Türkei ist ein grosser Konkurrent für die spanische Zitronenbranche, insbesondere bei der Sorte fino. Ihre Produktion liegt bei 700.000 t, wovon jährlich ca. 100.000 t in die EU exportiert werden. Türkische Zitronen sind aufgrund der niedrigen Produktionskosten preislich wettbewerbsfähiger als die spanische Ware.

José Antonio Garcia, Generaldirektor von Ailimpo erklärte: „Klar ist, dass sie in Bezug auf Qualität und Lebensmittelsicherheit nicht mit uns konkurrieren können". Weiter sagte er, dass die Kontrollen von türkischen Produkten Konsequenz der intensiven Arbeit der letzten beiden Jahre von Ailimpo als spanische Lobby für Zitronen in der EU-Kommission sei.

Kürzlich reiste José Antonio García nach Brüssel, um mit der für die Rückstandskontrollen Drittlandsimporte zuständigen EU-Behörde zusammenzutreffen. Ziel war zu erreichen, dass die Türkei nicht von der offiziellen Risikoliste gestrichen würde, denn trotz dieser in diesem Jahr zurückgewiesenen sechs Chargen gab es weniger Gesundheitswarnungen als in früheren Kampagnen. Das hätte fälschlicherweise – so Aililmpo – als eine Verbesserung des funktionierenden Systems in der Türkei bewertet werden können.

José A. García: „Wir haben erklärt, dass dieser Rückgang auf das kleinere exportierte Volumen zurückzuführen ist als Konsequenz der reduzierten Produktion. Da es nur sechs Vorkommnise gab, hatte die EU-Kommission geplant, türkische Zitronen von der Kontrollliste ganz zu streichen. Unser Verband hat aber beantragt, dass sie darauf bleiben, wenn auch mit eniger Kontrollen. Schliesslich hat dieEU-Kommission beschlossen, dass vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2018 die Rückstandskontrollen 10% betragen, was für unsere Branche ein grosser Meilenstein bedeutet."

Dieser Beschluss wird in den nächsten Tagen im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Aililmpo/c.s.