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Der spanische Konsum von frischem Obst in 2017 ist im Vergleich zu 2016 um 3,5 % zurückgegangen und bei Gemüse um 4,1%. Das geht aus dem Bericht über den Lebensmittelkonsum in Spanien in 2017 hervor, der gestern von dem Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung, Luis Planas, in Madrid vorgestellt wurde.

Obst und Gemüse sind jedoch nach wie vor die Produkte, die mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 170 kg den grössten Anteil an den Lebensmitteleinkäufen der Spanier ausmachen. Sie repräsentieren 26,7% des Warenkorbs und 18,8% der Ausgaben.

In 2017 kauften die Spanier 4,216 Mrd kg (-3,5%) frisches Obst und gaben dafür 6,14 Mrd Euro (-0,9%) aus. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch erreichte 92,45 kg (-7,1%) und die Ausgaben dafür lagen bei 134,6 Euro (-4,6%).

Gemessen am Marktvolumen war 2017 das Jahr mit dem niedrigsten Obstkonsum der letzten acht Jahre. Melonen und Mandarinen haben nach dem Bericht den generellen Rückgang in dem Segment am meisten beeinflusst. Orangen, Bananen und Äpfel sind nach wie vor die drei Obstsorten, die das meiste Volumen bewegen und trotz eines leichten Rückgangs immer noch 19,3%, 12,5% bzw. 10,6% ausmachen. Im letzten Jahr sind sowohl die Mengen als auch der Wert von Kirschen und Pflaumen deutlich gestiegen. Dagegen leiden Melonen, Erdbeeren und Mandarinen unter einem Nachfragerückgang.

Die Haushalte gaben beim Kauf von Lebensmitteln und Getränken 9,1% des Budgets für frisches Obst aus. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Person und Jahr betrugen 134,6 Euro (-4,6%). In 2017 sank der Pro-Kopf-Verbrauch in allen Haushaltstypen, mit Ausnahme von Singlehaushalten, die ein leichtes Plus von 1,3% verzeichneten. Trotzdem lag ihr Pro-Kopf-Verbrauch mit 69,3 kg unter dem nationalen Durchschnitt.

Der inländische Verbrauch von Gemüse und Kartoffeln reduzierte sich im Vergleich zu 2016 um 4,1% bzw. 2,4% und erreichte 2,528 Mio kg und 966,8 Mio kg. Bei Gemüse führten die höheren Preise von 4,9% zu einem leichten Anstieg des Marktwertes von 0,6% auf 4,483 Mrd Euro. Im Gegensatz dazu ging der Marktwert von Kartoffeln mit einer Preisreduzierung von 5,1% erheblich zurück. Der Durchschnittspreis lag bei 0,73 €uro/kg.

Von dem Haushaltsetat für Essen und Trinken gaben die Spanier in 2017 6,64% für Gemüse aus. Die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben erreichten 98,3 € (¬-3,1%) und der jährliche Pro-Kopf-Konsum 55,43 kg (-7,7%). Auf Kartoffeln entfielen 1,04% des Haushaltsetats. Die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben machten 15,42 Euro aus (-10,9%) und der Pro-Kopf-Verbrauch 21,2 kg.

Kartoffeln sind in Spanien auch das wichtigste Produkt im Gemüsesegment, gefolgt von Tomaten, Zwiebeln und Salaten. Grüne Bohnen und Tomaten registrierten mit -11% bzw. -6,3% den höchsten Konsumrückgang in 2017 im Vergleich zu 2016. Aufgrund des um 9,8% gestiegenen Durchschnittspreises mussten für Tomaten jedoch 2,9% mehr bezahlt werden.
Für den Branchenverband FEPEX setzt sich der Abwärtstrend beim Konsum von Obst und Gemüse in 2017 weiter fort, wobei es ein unterschiedliches Verhalten innerhalb der Produkte gibt. Der Trend geht ganz klar zum Wachstum von leicht verzehrbaren Produkten, wie beispielsweise Kirschen. FEPEX/