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Die in den letzten sechs Tagen (KW 46/47) anhaltenden und manchmal sintflutartigen Regenfälle haben in der valencianischen Landwirtschaft grosse Schäden verursacht.

Das betrifft sowohl die jetzt in voller Saison stehenden Kulturen als auch die Infrastrukturen. Nach einer ersten Schadensschätzung des valencianischen Agrarverbandes (AVA-ASAJA) werden die Verluste bei mindestens 70 Mio Euro liegen. Je nachdem wie sich das Wetter jetzt weiter entwickelt, könnten sie jedoch noch wesentlich höher ausfallen und auf ca. 120 Mio steigen, denn Luftfeuchtigkeit, hohe Temperaturen und neue Regenphasen bestimmen die Auswirkungen auf die Landwirtschaft.

Die nach Angaben des Verbandes am meisten betroffenen Produke sind in dieser Reihenfolge: Citrus, Kaki und Gemüse. Allein die zu erwartenden Verluste bei Citrus – hauptsächlich Clementinen, aber auch Orangen – werden aufgrund der direkten Auswirkungen auf ein Volumen zwischen 250.000 und 500.000 t auf 50 - 100 Mio Euro beziffert.. Hauptursachen für die Schäden sind die Überschwemmungen der Felder, Pixat und Pilzerkrankungen (Phytophthora), wodurch die Früchte abfallen oder faulen. Die am stärksten betroffenen valencianischen Gebiete sind La Ribera, La Safor, La Costera und Hoya de Buñol Die Schäden bei Kakis werden von dem Verband auf 5–8 Mio Euro geschätzt. 20.000 bis 40.000 t werden aufgrund der Überschwemmungen der Plantagen verloren gehen. Der grösste Teil davon in der Ribera. Diese Fehlmengen kommen zu dem Rückgang der valencianischen Kakiproduktion von 35% hinzu, verursacht durch Fröste im Früjahr und Hagel im Juli.

Bei Gemüse ist eine Produktion von 2.000–4.000 t betroffen und die Schäden werden auf 1-3 Mio Euro geschätzt. Bei den Produkten handelt es sich um Zwiebeln, Kohlgemüse und Artischocken in den Gebieten l'Horta und Campo de Túria. Hinsichtlich der Infrastruktur schätzt die Agrarvereinigung die durch die hohen Niederschläge verursachten Schäden auf 10-15 Mio Euro.
Qauelle und Foto: AVA-ASAJA