AEMET (Agencia Española de Meteorología) hat vor kurzem den Klimabericht über den spanischen Winter 2018/19 veröffentlicht. Konkret bei den Temperaturen fällt auf, dass dies der Winter mit den höchsten Maximaltemperaturen (fast 2ºC über dem Mittel von 1981-2010) seit den Wetteraufzeichnungen (1965) war.

Da die Mindesttemperaturen 0,4ºC unter dem Durchschnitt lagen, war das Endresultat ein Winter mit der grössten thermischen Amplitude (Differenz zwischen dem Maximum und dem Minimum derselben Zone) aller Datenreihen. Gleichzeitig war es im Durchschnitt ein sehr sonniger Winter, mit 32% mehr Sonnenstunden als normal und sehr trocken. Das Mittel der Niederschlage für ganz Spanien lag bei 98 l/m2, d.h. 51% unter dem Durchschnitt dieser Jahreszeit. Er wurde als der zweittrockenste Winter des 21. Jahrhunderts und der fünfte seit 1965 eingestuft.

Aemet hat auch eine Tendenz der Frühjahrsprognose veröffentlicht. Sie deutet auf die Möglichkeit hin, dass im Zeitraum April-Mai-Juni die Wahrscheinlichkeit grösser ist, dass die Temperaturen in ganz Spanien höhere Werte erreichen als normal und die Niederschläge niedriger als normal ausfallen, immer in Bezug auf den Vergleichszeitraum von 1981 bis 2010. c.s.