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Durch die hohen Temperaturen in Almería beginnt die diesjährige Zucker- und Wassermelonensaison sehr früh. Almería ist die führende spanische Provinz beim Export von Wassermelonen und die zweitgrösste bei Zuckermelonen.

Beide Produkte hängen aufgrund ihrer Mengen und Angebotskonzentration stark von den erzielten Preisen ab. Das grösste Volumen gibt es im Mai. Die Saison läuft bis Mitte Juni weiter.

Die bisher Jahr für Jahr kleiner gewordene Anbaufläche für Zuckermelonen ist von 2.290 ha in 2018 auf diesmal 2.473 ha gestiegen. Die Produktion wird auf über 99.800 t (93.500 t 2018) geschätzt. Seit 2007 war der almeriensische Anbau und Export von Zuckermelonen rückläufig. Das Produktionsfenster wird immer kleiner. Einerseits durch die Überseekonkurrenz – hauptsächlich Costa Rica und Honduras, die ihre Saison immer später beenden – und andererseits durch den früheren Beginn von Murcia. Auch die marrokanischen Herkünfte gewinnen immer mehr an Gewicht. Inzwischen liegen ihre Exporte in die EU bereits bei über 55.000 t.

Bei Wassermelonen ist die almeriensiche Anbaufläche von 9.806 ha auf 10.100 ha gestiegen. Damit nähert sie sich der für Paprika und Tomaten. In diesem Jahre könnte eine Produktion von 580.000 t (558.200 in 2018) erreicht werden. Aber auch bei diesem Produkt steigt die marokkanische Konkurrenz. Die Exporte aus diesem nordafrikanischen Land, das zu demselben Zeitraum produziert wie Almería, liegen aktuell bei ca. 134.000 t. Zu einem späteren Zeitpunkt konkurrieren auch Italien, Ungarn und der Senegal, der zwischen April und Mai liefert.

Im letzten Jahr waren sowohl Zucker- als auch Wassermelonen sehr rentabel für die Produzenten. Zum einen gab es durch Probleme beim Fruchtansatz bei beiden Produkten ein kleineres Angebot und zum anderen wirkten sich die optimalen Temperaturen in Europa positiv auf den Konsum aus. Zweifellos sind Wassermelonen nach wie vor das Starprodukt von Almería. Gründe dafür sind u.a. die neuen gut schmeckenden Sorten, die an die heutigen Konsumtendenzen angepassten Kaliber, sowie eine Ernte zum optimalen Zeitpunkt. Miniwassermelonen erzielten im letzten Jahr einen Durchschnittspreis von 0,43 Euro/kg; schwarze Wassermelonen 0,50 und gestreifte 0,49 Euro/kg.

Was Zuckermelonen betrifft, arbeiten sowohl Produzenten als auch Saatgutunternehmen weiterhin an neuen Sorten, die stark geschmacksorientiert sind. Viele almeriensische Erzeuger setzen auf die Piel de Sapo. Die Vermarktungsunternehmen sind äusserst streng was den Erntezeitpuntk angeht und setzen technische Mittel ein, damit erst dann geschnitten wird, wenn die Früchte ihren angemessenen Zuckergehalt aufweisen. Erzielte Durchschnittspreise in 2018: Honigmelonen 0,71 Euro/kg; Cantaloup 0,61; Galia 0,62 und Piel de Sapo 0,38 Euro/kg. R.P./c.s.

Almería – rentable Frühjahrskampagne für Tomaten