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Der Konsum von frischem Obst in den spanischen Haushalten in 2018 ist im Vorjahresvergleich mit 4,143 Mrd kg um 1,8% zurückgegangen, hauptsächlich bei Kern- und Steinobst und Citrus. Auf der anderen Seite hat der Gemüsekonsum mit 2,604 Mrd kg um 3% zugenommen, mit Wachstum bei Tomaten, Paprika und Zwiebeln.

Diese Daten gehen aus dem Bericht über den Lebensmittelkonsum 2018 hervor, der von dem spanischen Landwirtschaftsminister, Luis Planas, Anfang der KW 26 vorgestellt wurde. Obst und Gemüse sind mit 26,7% nach wie vor die Gruppe der am häufigsten konsumierten Produkte in den Haushalten. Wertmässig haben die Spanier im Vergleich zu 2017 für Obst mit 6,383 Mrd Euro 4% mehr ausgegeben und für Gemüse mit 4,679 Mrd Euro 4,4%.

Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch bei Obst lag in 2018 bei 90,49 kg und damit um 2,1% unter Vorjahreswert. Die Ausgaben dafür betrugen im Durchschnitt 139,44 Euro, 3,6% mehr als in 2017.

Citrusfrüchte (Orangen, Zitronen, Mandarinen und Grapefruits) waren die meist gekauften Obstsorten (28%), gefolgt von Exoten (Bananen, Kiwi, Avocados, Ananas und Chirimoya), Kernobst (Trauben, Äpfel, Birnen), Zucker- und Wassermelonen (17%) und Steinobst (9,1%). Bemerkenswert in 2018 war der Konsumrückgang bei Steinobst (-7,4%) jedoch mit einem stabilisierten Wert (+0,6%). Das betraf besonders den Konsum von Pfirsichen (mengenmässig -11% und wertmässig -3%). An Kernobst wurden 3,1% weniger gekauft und bei Citrus waren es -3,4%. Im Gegensatz dazu stieg der Konsum von Exoten um 3,3% und Erdbeeren/Strauchbeeren um 4%.

Bei Gemüse stieg der Konsum mengenmässig um 3% und wertmässig um 4,4%. Das ist die Auswirkung der Variation des Durchschnittspreises von 1,3%, der Ende 2018 nach Daten des Reports über den Lebensmittelkonsum bei 1,80 Euro/kg lag.

Von den gesamten konsumierten Gemüsemengen entfielen fast 50% auf Tomaten, Gurken, Auberginen, Zucchini, Paprika, Kohl und Brokkoli. Das entspricht 43% der gesamten Obst- und Gemüseausgaben der spanischen Haushalte. An Tomaten wurden 605 Mio kg (+3%) gekauft im Wert von 968 Mio Euro, gefolgt von Zwiebeln mit 325 Mio kg (+2%) und 357 Mio Euro (+8%) und Paprika 225 Mio kg (+5,7%) und 413 Mio Euro (+4,2%). Der Konsum von Salaten und Chicorée ging mit 155 Mio kg mengenmässig um 5% und wermässig mit 439 Mio Euro um 1% zurück. In 2018 betrug der spanische Pro-Kopf-Verbrauch von frischem Gemüse 56,88 kg, 2,6% mehr als in 2017 mit 55,43 kg. An Kartoffeln konsumierten die Haushalte in 2018 937 Mio kg (-3%) und gaben dafür 725 Mio Euro aus (+3%).

Der Branchenverband FEPEX bewertet die Erholung des Gemüsekonsums der spanischen Haushalte als positiv, denn in 2017 im Vergleich zu 2016 war er noch rückläufig (-4%). Obwohl der Konsum bei wichtige Obstsorten weiter zurückgegangen ist, verzeichnen doch einige einen Aufwärtstrend wie z.B. Erdbeeren und Strauchbeeren. Positiv für FEPEX ist auch, dass O+G im Einkaufskorb der Verbraucher immer noch die führende Produktgruppe sind. Auf frisches Obst entfielen in 2018 14,4% und Gemüse und Kartoffeln 12,3%. Die Ausgaben stehen mit 17,2% auf dem zweiten Platz. Fepex/c.s.