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Nach Informationen der Agrarorganisation Asaja Málaga ist die Avocadosaison 2019/20 auf der iberischen Halbinsel mit einem Produktionsrekord von rund 81.000 t zuende gegangen. Das ist im Vergleich zu 2018/19 ein Wachstum von 32,7%.

Bei den Sorten sind die Mengen der grünschaligen mit rund 10.000 t ungefähr gleich wie in der Vorsaison, während von der Sorte Hass 71.000 t geerntet wurden. Dieses Wachstum ist nicht so überraschend wenn man den Produktionsbeginn der Plantagen in Huelva, Cádiz und Valencia berücksichtigt, die von Jahr zu Jahr grösser werden. Interessant zu verfolgen ist, wie die Avocadoanbaugebiete auf dem spanischen Festland expandieren. Neben den traditionellen Gebieten in Málaga und Granada mit rund 15.000 ha in ihrem Küstengebiet und den Kanarischen Inseln mit 1.400 ha spielen Provinzen wie Huelva (1.000 ha), Cádiz (800 ha) und Valencia (600-800 ha) eine immer grössere Rolle in der Entwicklung dieser Kultur.

Die Preise fielen laut Asaja ähnlich wie in der letzten Saison aus. Bewegten sich die Hass im vergangenen Jahr in einer Spanne zwischen 2,10 Euro/kg und 2,70 Euro/kg, waren es in 19/20 2,20 Euro/kg bis 2,65 Euro/kg bei einem Durchschnittspreis von 2,46 Euro/kg. Die grünschaligen Sorten erzielten von 1,17 Euro/kg bis 1,46 Euro/kg. Der Durchschnittspreis lag bei 1,34 Euro/kg. Der Umsatz betrug 13,5 Mio Euro für grüne (10 Mio 18/19) und 176,3 Mio Euro für Hass (114,75 Mio 18/19), insgesamt 189,9 Mio Euro, ein Plus von 52,20% zur vorhergehenden Kampagne.

Auf globaler kommerzieller Ebene sind diese Zahlen aber eher als bescheiden einzustufen. In 2019 entfiel auf Spanien 9,65% des europäischen Avocado-Konsums. Laut Asaja ist es daher von wesentlicher Bedeutung, die Entwicklung dieser Kultur zu verstärken, sowohl in Bezug auf Anbaufläche als auch Hektar-Erträge, denn der europäische Markt, wichtigster Bestimmungsort für Spanien, wächst jährlich im zweistelligen Bereich, besonders bei den Importen. Aus diesem Grund wurde von Asaja Málaga gemeinsam mit IHSM La Mayora, AVA Asaja (Valencia), Asaja Cádiz, Ruchey, IVIA und ICIA und in Zusammenarbeit mit Syngenta ein operativer Innovationskreis gegründet. Auch die SAT Trops/Málaga arbeitet intensiv mit an diesem Projekt. Ziel ist, neuen Produzenten die geeigneten Anbautechniken zu vermitteln, sowie die Kenntnisse, wie sich die unterschiedlichen Avocadosorten in anderen spanischen Anbaugebieten in Bezug auf Klima, Boden, Wasser etc. entwickeln. Asaja Málaga