Nach aktuellen Daten der Zollgeneraldirektion hat Spanien in den ersten vier Monaten 144.781 t frisches Obst und Gemüse im Wert von 156,6 Mio Euro in außereuropäische Länder exportiert.

Das ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang von 22,5% bzw. 24% und beweist, so der Branchenverband FEPEX, wie schwierig es ist, neue Märkte zu konsolidieren. Die Mengen machen nur 3% der gesamten spanischen O+G Exporte in diesem Zeitraum in Höhe von 4,8 Mio t aus. Wertmässig sind es nur 2,5 % von insgesamt 6,135 Mrd Euro.

Der Rückgang der Exporte in außereuropäische Märkte bis April 21 ist in großem Maße auf die Länder zurückzuführen, die früher gute Ergebnisse gebracht haben, wie bspw. Brasilien. Brasilien ist der grösste Absatzmarkt auf dem amerikanischen Kontinent für spanisches Obst und Gemüse, der in diesen vier Monaten 11.697 t (-27%) im Wert von 10 Mio Euro (-29%) importierte. Auch die wesentlich kleineren Ausfuhren nach China sind gesunken. Erreicht wurden 1.238 t (-86%) und 1,7 Mio Euro (-89%).

Das niedrige Niveau der Exporte in außereuropäische Länder ist auf viele und unterschiedliche Ursachen zurückzuführen, unter denen phytosanitäre Barrieren hervorstechen, sowie andere, die mit logistischen, finanziellen und kommerziellen Aspekten zusammenhängen. Laut FEPEX liegt es auch an der mangelnden Unterstützung der EU-Kommission bei der konkreten Erschließung neuer Märkte, weshalb ein stärkeres Engagement der EU-Behörden bei spezifischen Handelsverhandlungen erforderlich ist. FEPEX/d.s.